Google Ads vs Microsoft Ads: Die Unterschiede!

15. Juli 2025

Im Suchmaschinenmarketing gibt es im Grunde zwei Anbieter, auf denen sich der Großteil aller Aktivitäten abspielt: Google und Microsoft. Beide Tech-Giganten stellen jeweils eine Technologie zur Einbuchung von Anzeigen zur Verfügung. Für Werbetreibende sind das Suchvolumen und der Marktanteil beider Plattformen entscheidend, da sie die potenzielle Reichweite und den Erfolg der Kampagnen maßgeblich beeinflussen. Die meisten Werbetreibenden konzentrieren sich dabei auf Google Ads, den klaren Marktführer. Doch es lohnt sich auch ein genauerer Blick auf Microsoft Advertising, schließlich liegen auch hier zahlreiche Potenziale für die eigene Online Werbung. Die Reichweite von Microsoft ist zwar geringer als die von Google, bietet aber Zugang zu spezifischen Zielgruppen und weniger Wettbewerb. Welche Unterschiede die beiden Anbieter haben, erfährst Du jetzt – im Fokus steht dabei das Thema Google Ads vs. Microsoft Ads (früher: Bing Ads) und wie die strategische Nutzung beider Plattformen den Erfolg im Suchmaschinenmarketing für dein Unternehmen steigern kann.

Einführung in Online-Marketing

Online-Marketing ist heute aus dem modernen Geschäftsleben nicht mehr wegzudenken – egal ob ihm B2B oder B2B Bereich. Unternehmen setzen gezielt auf digitale Kanäle, um Nutzer zu erreichen und ihre Produkte oder Dienstleistungen effektiv zu bewerben. Ein zentrales Element dabei ist die Suchmaschinenwerbung, bei der Anzeigen – sogenannte Ads – direkt in den Suchergebnissen von Anbietern wie Google oder Bing erscheinen. Die Wahl zwischen beiden Systemen ist ein wichtiger strategischer Schritt im Marketing, denn sowohl Google als auch Microsoft bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, um das eigene Angebot optimal zu präsentieren. Beide Plattformen ermöglichen es, mit gezielten Ads Kampagnen die Sichtbarkeit zu erhöhen und die Reichweite zu maximieren. Die Entscheidung für eine oder beide Plattformen sollte immer auf den individuellen Zielen, Budgets und dem Angebot des Unternehmens basieren, um das volle Potenzial der Online-Werbestrategie auszuschöpfen.

Reichweite – Google Ads vs. Microsoft Ads

Welcher Anbieter über die größere Reichweite verfügt, ist eine Frage, die einfach zu beantworten ist: Google ist die – zumindest in Europa und Amerika – meistgenutzte Suchmaschine und verfügt über einen Marktanteil von über 90 Prozent. Von den verbleibenden 10 Prozent hat Microsofts Suchmaschine Bing den Löwenanteil. Das Suchvolumen ist dabei ein entscheidender Faktor für die Reichweite und Sichtbarkeit von Anzeigen auf beiden Plattformen.

Der Suchalgorithmus von Microsoft steckt jedoch auch hinter weiteren Marken, die jeweils über eine kleinere Reichweite verfügen, jedoch in manchen Fällen klare Zielgruppen ansprechen. Ein Beispiel hierfür ist die Suchmaschine Ecosia, die den Suchalgorithmus von Microsoft nutzt und deren Werbeanzeigen über Microsoft Advertising eingespeist werden. 

Dabei unterscheiden sich die Plattformen hinsichtlich ihres Publikums und der Ausrichtung: Während Google ein sehr breites Publikum anspricht, sind andere Plattformen wie Ecosia oft auf bestimmte Nutzergruppen ausgerichtet. 

Verfügbarkeit von Ländern

Vor allem für international agierende Unternehmen ist es von großer Bedeutung, ihre Werbemittel einfach über Ländergrenzen hinweg auszuliefern und dabei stets den Überblick über die verschiedenen Kampagnen in den unterschiedlichen Regionen zu behalten. Hier unterscheiden sich Google Ads und Microsoft Advertising deutlich.

Google Ads ist in fast für jedes Land verfügbar – Werbeanzeigen können somit grundsätzlich über den gesamten Globus ausgespielt werden. Einige wenige Länder und Regionen sind jedoch aufgrund politischer Beschränkungen von dem Programm ausgeschlossen. Zu diesen Ländern zählen zum Beispiel Nordkorea, Iran, Syrien oder Kuba. Microsoft Ads ist dagegen für deutlich weniger Länder verfügbar. Insgesamt 35 Staaten listet das Unternehmen etwa für die Suchmaschine Bing auf. Besonders wichtig ist bei Microsoft Advertising die gezielte Ausrichtung und das Targeting auf bestimmte Märkte wie Großbritannien, um die Werbewirkung zu maximieren. Bei Shopping-Kampagnen ist die Verfügbarkeit bei beiden Anbietern etwas eingeschränkter: Google bietet Produktanzeigen in über 90 Ländern an, Microsoft Advertising ist dagegen nur in den USA, dem Vereinigten Königreich, Australien, Frankreich, Deutschland, Indien und Kanada verfügbar.

Zielplattformen

Google Ads ermöglicht Werbung auf den Suchergebnisseiten bei Google? Stimmt, aber nicht nur. Das Tool gibt außerdem Zugang zu weiteren Produkten wie dem Google Display Network, der App-Plattform Google Play sowie Google Shopping. Auch YouTube-Anzeigen werden über Google Ads eingebucht. Bei den Plattformen stehen verschiedene Kampagnentypen wie Suchanzeigen (SEA), Displayanzeigen und Videoanzeigen zur Verfügung, um unterschiedliche Zielgruppen effektiv zu erreichen. Im Kontext von Google Ads spielen Suchanzeigen (SEA) und der gezielte Einsatz von Text eine zentrale Rolle, um die gewünschte Zielgruppe direkt bei ihrer Suchanfrage anzusprechen.

Auch Microsoft Advertising bietet mehr als Anzeigen in den Ergebnisseiten der Suchmaschinen: Mit Bing-Shopping findet sich auch hier eine Commerce-Plattform im Portfolio, außerdem lassen sich Werbemittel auf X-Box live ausspielen. Auf X-Box live können zudem Videoanzeigen auf einer Streaming Plattform geschaltet werden, was zusätzliche Reichweite für Werbetreibende bietet. Eine vergleichbare Anlaufstelle für Gamer bietet Google nicht, sodass dieser Kanal einen bedeutenden Unterschied zwischen beiden Ad-Plattform ausmacht.

Für den Erfolg von Search Ads (SEA) auf beiden Werbeplattformen ist die richtige Platzierung und eine durchdachte Kampagnenstruktur inkl. Keyword-Recherche entscheidend.

Zielgruppen und ihre Bedeutung

Die gezielte Ansprache der richtigen Zielgruppen ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg jeder Online Werbekampagne. Sowohl Google Ads als auch Microsoft Advertising bieten umfangreiche Targeting Optionen, um Zielgruppen präzise zu definieren und anzusprechen. Dabei können Unternehmen ihre Zielgruppen nach verschiedenen Merkmalen wie Interessen, demografischen Daten oder Suchverhalten auswählen. Die Wahl der passenden Zielgruppe hängt eng mit dem Angebot und der Marketingziele des Unternehmens zusammen. Beide Werbeplattformen ermöglichen es, die Anzeigen so auszurichten, dass sie genau die Nutzer erreichen, die am wahrscheinlichsten Interesse an den Produkten oder Dienstleistungen haben. So wird das Budget effizient eingesetzt und die Erfolgschancen der Kampagne steigen deutlich.

E-Commerce und Werbung

Im Online-Handel ist gezielte Werbung ein entscheidender Erfolgsfaktor. Google Ads und Microsoft Advertising bieten mit ihren Shopping-Kampagnen speziell für Online-Shops leistungsstarke Lösungen, um Produkte direkt in den Suchergebnissen zu platzieren. Mit Google Shopping und Microsoft Shopping können Händler ihre Angebote prominent präsentieren und so potenzielle Kunden genau im richtigen Moment ansprechen. Google Shopping – eng verzahnt mit dem Merchant Center und Performance-Max-Kampagnen – dominiert den Markt und überzeugt durch hohe Reichweite und Automatisierung. Microsoft Shopping hingegen punktet in ausgewählten Zielgruppen mit einem attraktiven Cost per Click (Kosten pro Klick) und spezifischen Integrationen im Microsoft-Ökosystem. Beide Plattformen sind ein wichtiger Teil des E-Commerce-Marketings und ermöglichen es Online-Shops, ihre Produkte visuell und kontextuell passend auszuspielen – genau in dem Moment, in dem Nutzer aktiv nach ihnen suchen. Voraussetzung für den Erfolg ist ein strukturierter Produktdatenfeed, der regelmäßig gepflegt wird. Richtig eingesetzt, tragen Shopping-Kampagnen maßgeblich zur Umsatzsteigerung im E-Com bei – sei es als Hauptkanal oder als ergänzende Maßnahme in der Omnichannel-Strategie. Google Ads und Microsoft Advertising bieten somit für den E-Commerce-Bereich flexible und effektive Werbemöglichkeiten, die individuell an die Bedürfnisse und Ziele des jeweiligen Shops angepasst werden können.

Interface

Über die vergangenen Jahre wurde Google Ads regelmäßig ein Facelift unterzogen. Design und Struktur der Plattform wurde den neuesten Funktionen sowie dem aktuellen Zeitgeist angepasst. Google Ads und Microsoft Advertising sind zwei unterschiedliche Systeme, die jeweils auf eigener Technologie basieren. Die grundlegende Handhabung ist bei Google Ads und Microsoft Advertising jedoch ähnlich: In Google Ads werden die wichtigsten Navigationspunkt auf der linken Seite angezeigt, bei Microsoft Advertising sind sie im Kopfbereich und sind verschiedenen geöffneten Tabs in einem Internetbrowser nicht unähnlich. Auch bei der mobilen Anwendung gleichen sich beide Anwendungen: Sie eignen sich eher zur Kontrolle der aktuellen Daten. Durch die Komplexität ist das Optimieren der laufenden Kampagnen nämlich nicht ganz einfach. In der Zukunft ist jedoch zu erwarten, dass Google und Microsoft ganz im Sinne des „Mobile first“-Ansatzes hier nachbessern.

Bezeichnung von Funktionen

Auch in der Benennung von Funktionen sind sich Google Ads und Microsoft Advertising bislang sehr ähnlich. Viele Funktionen sind identisch benannt, was das erste Zurechtfinden für Werbetreibende erleichtert. Bei anderen gibt es (kleine) Unterschiede, die jedoch ebenfalls weitestgehend selbsterklärend sind.

Google AdsMicrosoft Advertising
LabelsBezeichnungen
WerbechancenMöglichkeiten
KostenAusgaben
ConversionwertEinnahmen
Erweiterungen mit ZusatzinformationenLegendenerweiterung
Conversion-TagUET-Tag (Universal Event Tracking)
Conversion-AktionAbschlussziele
Bulk-VorgängeMengenbearbeitung
Keyword-Optionen:
– Weitgehend passend
– Passende Wortgruppe
– Genau passend
Keyword-Optionen:
– Weit
– Ausdruck
– Genau
Shopping FeedKatalog

Fazit: Ein Blick auf beide Plattformen lohnt sich

Klar ist: Google ist der klare Platzhirsch. Im Marketing führt somit kein Weg um Google Ads herum. Die Plattform ist modern und ermöglicht den Zugang zu über 90 Prozent aller Internetnutzenden, zumindest in Europa und Amerika. Doch auch Microsoft Advertising hat seine Vorteile und ermöglicht eine Ansprache von verschiedenen Nischenzielgruppen. Im Vergleich zu Google bietet Microsoft Advertising oft geringere (Klick-)Kosten, weniger Wettbewerb und spezielle Zielgruppenansprache, wodurch die Stärken und die Leistung beider Plattformen deutlich werden. Die strategische Nutzung und der gezielte Einsatz von Werbekampagnen auf beiden Plattformen eröffnet die Chance, die Reichweite zu maximieren und Kunden noch effektiver anzusprechen. Eine integrierte Strategie, die die Vorteile beider Plattformen nutzt, kann den Return on Investment (ROI) steigern und die kontinuierliche Optimierung der Werbekampagnen sicherstellen. Microsoft Advertising kann somit als sinnvolle Ergänzung zu Google Ads gesehen werden, denn manchmal lohnt sich ein Blick über den Tellerrand hinweg!

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